Das Garmisch-Classic hat im Sommer einiges zu bieten: eine Seilbahnrundfahrt mit Panoramablick auf die Zugspitzregion, eine Aussichtsplattform, die selbst erfahrene Bergfexen kurz innehalten lässt, zwei brandneue Wanderwege für völlig unterschiedliche Zielgruppen – und in diesem Jahr noch ein Jubiläum obendrauf. Wer einmal oben ist, versteht schnell, warum das Garmisch-Classic so viele immer wieder zurückholt.
Das Garmisch-Classic-Ticket: Drei Bahnen, eine Rundfahrt

Wer das Garmisch-Classic-Gebiet erkunden möchte, braucht kein kompliziertes Tickets-Puzzle – ein einziges Ticket deckt alle drei Bahnen ab. Die Rundfahrt startet an der Talstation der Alpspitzbahn, die dich in neun Minuten auf den Osterfelderkopf bringt.
Dort oben eröffnet sich das gesamte Garmisch-Classic-Gebiet: Alpine Wanderwege, Aussichtspunkte und die Plattform AlpspiX liegen direkt vor der Bergstation. Von dort geht es mit der Hochalmbahn hinunter zur Hochalm auf rund 1.700 Metern – oder wer lieber zu Fuß unterwegs ist, wandert die idyllische Strecke über die Almterrassen in etwa einer Stunde. Auf gut ausgebauten Wegen erreicht man anschließend in rund 30 Minuten die Bergstation der Kreuzeckbahn, die einen entspannt zurück ins Tal bringt.
Die komplette Rundfahrt dauert rund zwei Stunden, lässt sich aber durch eigene Wanderetappen beliebig ausdehnen. Die Reihenfolge ist dabei nicht festgelegt – die Rundreise kann auch in entgegengesetzter Richtung angetreten werden. Alle aktuellen Preise und Buchungsmöglichkeiten findest du hier.
AlpspiX: 1.000 Meter Tiefe unter den Füßen

Wenige Minuten von der Bergstation der Alpspitzbahn entfernt ragt die Aussichtsplattform AlpspiX in die Tiefe des Höllentals und kaum ein Ort im Garmisch-Classic sorgt für so viel Adrenalin bei so wenig körperlichem Aufwand. Zwei Stahlarme formen ein X über dem Fels, freischwebend rund 1.000 Meter über dem Talboden. Wer am verglasten Ende der Stege steht, blickt geradewegs hinunter ins Höllental und hinüber zur Zugspitze, den Waxensteinen und der gewaltigen Nordwand der Alpspitze. Der Boden der Plattform besteht aus Gitterrost – Trittsicherheit vorausgesetzt, ist das Erlebnis auch für Familien und Senioren gut zugänglich, weil die Bergbahn direkt zur Plattform führt.
Der Besuch lässt sich ideal mit dem Gipfel-Erlebnisweg am Osterfelderkopf kombinieren, einem rund 700 Meter langen, kinderwagentauglichen Rundkurs, der auch für die Kleinsten ein kurzweiliger Abstecher ist. Direkt an der Bergstation befindet sich das Restaurant Osterfelder 2000 – eine gute Gelegenheit, die Aussicht bei einer Brotzeit zu genießen, bevor es weiter auf der Rundfahrt oder dem Natursteig geht.
Natursteig Osterfelder: Wandern, Staunen, Mitmachen

Der Natursteig Osterfelder ist der familienfreundlichste Wanderweg im Garmisch-Classic – und einer der neuesten: Erst im Sommer 2024 eröffnet, verbindet er die Bergstation der Alpspitzbahn am Osterfelderkopf mit der Bergstation der Kreuzeckbahn auf rund 4,5 Kilometern.
An über 30 interaktiven Stationen gibt es Wissenswertes zu heimischen Biotopen, gefährdeten Tierarten, alpiner Geologie und den Auswirkungen des Klimawandels. In Zusammenarbeit mit der Initiative „Beweg dich schlau!" von Felix Neureuther sind zusätzlich Bewegungseinheiten in den Weg integriert, die den Natursteig zu einem echten Erlebnisweg machen. Wer den anspruchsvolleren Mittelteil lieber auslässt, kann den steilsten Abschnitt bequem mit der Hochalmbahn überwinden – der Weg ist dadurch flexibel einteilbar und für nahezu jede Kondition geeignet.
Einkehrmöglichkeiten gibt es an jeder Etappe: das Restaurant Osterfelder 2000 an der Alpspitzbahn-Bergstation, die Hochalm auf halber Strecke und das Kreuzeckhaus sowie die Kreuzalm am Ziel. Der Themenweg wurde vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt gefördert und eignet sich ideal als Ergänzung zur Garmisch-Classic-Rundfahrt.
Kandahar Hike: Die legendäre Abfahrt im Sommer bezwingen
Im Winter rasen die weltbesten Abfahrtsläufer über die Kandahar – und im Sommer ist dieselbe Strecke ein Wanderweg für alle, die es gerne etwas anspruchsvoller haben. Der Kandahar Hike startet an der Talstation der Kreuzeck- und Alpspitzbahn und führt bergauf entlang bekannter Pistenabschnitte wie dem Freien Fall, der FIS-Schneise und dem Tröglhang bis zum Starthaus der Weltcupabfahrt am Kreuzjoch, und weiter zur Bergstation der Kreuzeckbahn.
An neuen Infotafeln entlang des Weges erfährt man Hintergrundwissen zur Geschichte der legendären Abfahrt – ein Mehrwert, der den Aufstieg auch für Skibegeisterte interessant macht, die sich im Sommer die Schlüsselstellen einmal aus der Nähe ansehen wollen. Wer die ganze Strecke nicht auf einmal gehen möchte, kann am Tröglhang auf eine kürzere Variante wechseln, die direkt zur Kreuzeckbahn führt. Der Schwierigkeitsgrad ist klar: anspruchsvoll, mit guter Kondition und Trittsicherheit. Zurück ins Tal geht es entspannt mit der Kreuzeckbahn und an deren Talstation wartet das Kandahar 2 mit verdienter Einkehr.
100 Jahre Kreuzeckbahn: Ein Jubiläum mit Geschichte

Die Kreuzeckbahn ist nicht irgendeine Bergbahn. Sie war 1926 die erste Seilschwebebahn Bayerns überhaupt und legte damit den Grundstein für die Erschließung eines gesamten alpinen Gebiets. Das Kreuzeck entwickelte sich rasch zum Ausgangspunkt für Touren zur Alpspitze und ins Höllental, und die Bahn ebnete gleichzeitig den Weg für weltbekannte Skiabfahrten wie die Kandahar. Internationale Großereignisse – darunter die Olympischen Winterspiele 1936 in Garmisch-Partenkirchen sowie die Alpinen Ski-Weltmeisterschaften 1978 und 2011 – wären ohne die Kreuzeckbahn nicht denkbar gewesen.
Anlässlich des 100-jährigen Bestehens wird am 28. Mai 2026 in der Bergstation der Kreuzeckbahn eine neue Ausstellung feierlich eröffnet. Am Nachmittag sind Einheimische, Gäste und Bergbegeisterte eingeladen, Teil dieses historischen Tages zu werden. Kombitickets zur Jubiläumsfeier sind für 15 Euro online buchbar. Für alle, die nicht zum Eröffnungstag anreisen können: Die Ausstellung bleibt danach in der Bergstation zugänglich und macht jeden Besuch im Garmisch-Classic um eine historische Dimension reicher.
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Sonderveröffentlichung in Kooperation mit der Bayerischen Zugspitzbahn Bergbahn AG




