Wer zum Skifahren in der Silvretta Arena in Ischgl unterwegs ist, der fährt automatisch an ihnen vorbei: Zehn internationale Künstlerteams haben direkt an den Pisten monumentale Schneeskulpturen geschaffen, die noch den ganzen Winter zu sehen sind. Das Motto des Wettbewerbs 2026 lautete „LEGO meets Sports" – und die Umsetzungen können sich sehen lassen.
Ein besonderes Highlight für alle Wintersportler: Die Kunstwerke sind ausschließlich auf Skiern oder mit dem Snowboard zu erreichen und fügen sich nahtlos in die alpine Kulisse ein. Mehrere Tage lang formten die internationalen Künstler aus massiven Schneeblöcken ihre Interpretationen des diesjährigen Themas. Kunstgenuss zwischen den Abfahrten – so lässt sich der traditionsreiche Wettbewerb „Formen in Weiß" am besten beschreiben.
Von Wintersport bis Paralympics

Insgesamt zehn Künstlerteams interpretierten das Thema „LEGO meets Sports" auf unterschiedliche Weise. Von klassischen Wintersportarten über Motorsport bis hin zu paralympischen Disziplinen und Cheerleading reicht das Spektrum der bis zu mehrere Meter hohen Skulpturen. Die charakteristischen LEGO-Elemente – klare Kanten, reduzierte Formen und die typische Baustein-Ästhetik – ziehen sich durch alle Arbeiten und sorgen für einen hohen Wiedererkennungswert.
Besonders beeindruckend ist die Detailgenauigkeit, mit der die Künstler die ikonische LEGO-Optik in den Schnee übertragen haben. Die Verbindung von Sportwelt und Spielzeugklassiker schafft einen besonderen Zugang zur Kunst – vertraut und gleichzeitig überraschend anders in der monumentalen Schneeumsetzung.
Südtirol dominiert das Podium

Die Jury hatte es nicht leicht bei der Bewertung der insgesamt zehn eingereichten Arbeiten. Am Ende kürte sie drei Gewinner – und alle drei kommen aus Südtirol. Den ersten Platz sicherten sich Armin Rifesser und Ivan Holzknecht mit ihrer Rodel-Skulptur „Winterspass in Ischgl". Die klare Formensprache, spielerische Dynamik und handwerkliche Präzision überzeugten die Juroren und brachten dem Team den Sieg ein.
Platz zwei ging an Stefan Malsiner und Thomas Mussner mit der Cheerleader-Skulptur „HO HO HO, Mannschaft goooo". Das Treppchen komplettieren Ivo und Damian Piazza (Vater und Sohn) mit ihrer Rad-Skulptur „Para Olympics – Kein Hindernis", die eine paralympische Disziplin eindrucksvoll in Szene setzt.
Kunstwerke bis Saisonende zu sehen

Die Schneeskulpturen sind im gesamten Skigebiet verteilt zu bewundern und laden zum Verweilen zwischen den Abfahrten ein. Dank der Schneesicherheit in Ischgl auf knapp 2.000 Höhenmetern bleiben die Kunstwerke voraussichtlich bis Ende der Saison erhalten. Eine Übersichtskarte mit den genauen Standorten der einzelnen Skulpturen gibt es vor Ort an den Talstationen sowie online.
Die „Formen in Weiß" haben sich über die Jahre zu einem festen Bestandteil des Ischgler Winters entwickelt und ziehen Jahr für Jahr Kunstinteressierte und Wintersportler gleichermaßen an. Vergängliche Kunst, die genau das zum Konzept macht: Mit dem schmelzenden Schnee verschwinden auch die Skulpturen wieder – bis zum nächsten Winter.
>> Rückblick: So sahen die Kunstwerke letztes Jahr aus





