Ausflugsziel UNESCO-Welterbe Trier in Mosel-Saar: Position auf der Karte

UNESCO-Welterbe Trier

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aktualisiert am 4 May 2026
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Beschreibung

Die Landseite der Porta Nigra
© Trier Tourismus Marketing Die Landseite der Porta Nigra

Im Jahr 17 vor Christus wurde die Stadt Trier als Augusta Treverorum von den Römern gegründet und ist somit die älteste Stadt Deutschlands. Viele Bauwerke aus dieser Zeit sind bis heute erhalten geblieben. Im Jahr 1986 wurden neben den römischen Kulturdenkmälern auch mittelalterliche Bauten in das UNESCO-Welterbe aufgenommen.

Römische Kulturdenkmäler

Amphitheater: Ende des zweiten Jahrhunderts erbaut, diente das Amphitheater vor allem als Unterhaltungsstätte. Blutrünstige Kämpfe zwischen Mensch und Tier oder Tier gegen Tier wurden hier ausgetragen. Das Theater war aber auch Ort für Versammlungen und religiöse Feste. Noch heute kannst du die antiken Ruinen der Arena, die Ränge und das Kellergeschoss besichtigen. Schon während der Römerzeit gab es eine Art Aufzug, der aufwendige Darbietungen in der Unterhaltungsstätte ermöglichte. Im Amphitheater fanden bis zu 18.000 Zuschauer Platz, die auf den 22 Meter hohen Rängen saßen. 

Barbaratherme: Bereits bei den Römern spielte die Badekultur eine große Rolle. Die Barbaratherme aus dem zweiten Jahrhundert war zu ihrer Zeit die zweitgrößte Badeanlage im Römischen Reich. Sie entsprach einer Fläche von 42.000 Quadratmetern und hatte somit die Größe von zirka sechs Fußballfeldern. Die Therme war nicht nur Badeanlage, sondern gleichzeitig Wellnessoase mit Läden und Restaurants sowie Wänden aus Marmor. Zum Vorbild dienten nordafrikanische Badesäle. Heute können Besucher über einem Steg durch die Anlage gehen. Neun Stationen lassen die Römerzeit aufleben und du kannst dich über die nachhaltige Entwicklung sowie die Restaurierungsarbeiten in der Römertherme informieren.

Kaiserthermen: Bei den Überresten handelt es sich um eine römische Badeanlage, die als Geschenk an die Bevölkerung geplant war. Allerdings wurde der Bau wegen der geplanten Umsiedlung Kaiser Constantinus I. nach Konstantinopel 316 für fünf Jahrzehnte unterbrochen. Erst im Jahr 367 wurde der Bau unter Kaiser Flavius Gratianus weitergeführt. Die Therme diente nach dem Umbau aber nicht mehr als Badeanstalt, sondern wurde als Militärkaserne genutzt. Heute sind die Überreste der Therme für Besucher zugänglich. 

Konstantinbasilika: Die Basilika fällt aufgrund ihrer Maße sofort auf: 71 Meter lang, 32,60 Meter breit und über 36 Meter hoch liegt sie am östlichen Altstadtrand. Unter Kaiser Konstantin diente sie einst als Thronsaal. Mit der imposanten Architektur wollten die Römer die Macht und Größe ihres Kaisers demonstrieren. Im Mittelalter bauten Trierer Bischöfe die Basilika zu einer Burg um und integrierten den Kurfürstlichen Palais darin. Im Jahr 1856 unter Friedrich Wilhelm IV. zu einer protestantischen Kirche umfunktioniert und bietet noch heute bis zu 1300 Menschen Platz. Während des Zweiten Weltkrieges wurde die Basilika bei Luftangriffen stark beschädigt und musste wieder aufgebaut werden. Die zweite Weihe fand 1956 statt. Bis heute wird sie unter dem Namen „Evangelische Kirche zum Erlöser“ genutzt.

Porta Nigra: Die Porta Nigra (lateinisch für „Schwarzes Tor“) ist das Wahrzeichen der rheinland-pfälzischen Stadt und das am besten erhaltene Stadttor nördlich der Alpen. Es wurde 180 nach Christus aus 7.200 Steinquadern erbaut. Diese haben durch Witterung und Umwelteinflüsse die dunkle nigra („schwarze“) Farbe erhalten, von der sich der Name ableitet. Dank der massiven Bauweise und einer vorübergehenden Nutzung als Kirchenanlage ist die Porta Nigra bis heute erhalten geblieben. Das Tor befindet sich zentral in Trier gelegen und ist heute das Informationszentrum der römischen Stadt.

Römerbrücke: Die Trierer Römerbrücke, auch Moselbrücke genannt, ist die älteste Brücke Deutschlands. Insgesamt gab es drei Bauabschnitte, wobei der dritte Abschnitt (142-152 n.Chr.) der wichtigste war, da zu dieser Zeit das Fundament für die massive Steinbrücke gelegt wurde. Durch ihre Fahrbahnhöhe von 14 Metern wurde der Schiffsverkehr vereinfacht, da flussabwärts fahrende Schiffe ihre Segel nicht mehr umklappen mussten. Gefundene Holzpfähle an der Moselbrücke machten es möglich, das Gründungsjahr der Stadt Trier auf das 16. Jahrhundert zu datieren.

Mittelalterliche Kulturdenkmäler

Dom: Der Trierer Dom ist die älteste Bischofskirche in Deutschland. Grundgerüst des Gotteshauses ist eine konstantinische Palastanlage, die im vierten Jahrhundert mit einer antiken christlichen Kirchenanlage überbaut wurde. Außerdem enthält der Dom noch den römischen „Quadratbau“ mit den Originalmauern bis zu einer Höhe von knapp 26 Metern. Im Laufe der Zeit musste der Dom mehrmals restauriert werden. Zwischen den Jahren 1960 und 1974 fand die letzte große Restaurierung statt. Dabei wurde das Innere des Doms, insbesondere der Altarbezirk, neu gestaltet.

Liebfrauenkirche: Im Zentrum Triers liegt die hochgotische Liebfrauenkirche, die zwischen 1230 und 1260 von französischen Baumeistern errichtet wurde. In den Kreuzarmen befinden sich Kapellen, die durch den Zusammenschluss von Apsidiolen (kreisförmige Raumteile) gebildet werden. Die Innenausstattung wurde im Zweiten Weltkrieg fast vollständig zerstört. Erst während aufwendiger Restaurierungsarbeiten konnte die ursprüngliche Farbe der Kirche ermittelt und teilweise restauriert werden. 

Römisches Kulturdenkmal in Igel

Igeler Säule: Bei der Igeler Säule handelt es sich um eine 23 Meter hohe Säule, die 250 nach Christus als Grabstein der Familie Secundinier in Moselnähe errichtet wurde. Die Säule ist wegen ihrer Ausmaße das größte bestehende Pfeilergrab nördlich der Alpen. Aufgrund einer Verwechslung ist sie bis heute erhalten geblieben. Lange nahmen die Menschen an, dass es sich bei der darauf gezeigten Familienszene um die Vermählung der Eltern von Kaiser Konstantins handelte. Dieser wurde als Förderer des christlichen Glaubens verehrt. Allerdings stellt das Abbild nicht die Familie des Kaisers, sondern das Alltags- und Geschäftsleben der Händler dar. 

Wissenswertes

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