Inhalt
Beschreibung
Kulturjuwel im Südburgenland
Die Burg Schlaining liegt am Stadtrand von Stadtschlaining im Burgenland und gehört zu den besterhaltenen mittelalterlichen Burganlagen Österreichs. In ihrer über 750-jährigen Geschichte durchlief sie einigen Wandel. Heute dient sie als Ort, der die Geschichte, Kultur und Identität des Burgenlandes erlebbar macht. Das zentrale Thema ist dabei Frieden. Wer sich für das Burgenland interessiert ist hier an der richtigen Adresse.
Ausstellungen mit Tiefgang
Die Dauerausstellung „Burggeschichte" führt durch die Welt der mittelalterlichen Festung: Architektur, Waffenkunde und das Alltagsleben auf der Burg werden anschaulich erlebbar gemacht. Die Ausstellung „Burgenland ab 1921" beleuchtet die Geschichte des jüngsten österreichischen Bundeslandes – von seiner kulturellen Vielfalt bis zu politischen Weichenstellungen.
Besonders eindrücklich ist die Ausstellung „Spurensuche. Fragmente jüdischen Lebens im Burgenland" in der ehemaligen Synagoge Stadtschlaining. Die Schau „Dunkle Zeiten. Von Tätern und Gerechten" widmet sich dem nationalsozialistischen Terror im Burgenland und stellt Fragen nach Verantwortung und Menschlichkeit.
Konzerte, Führungen und besondere Momente
Die Burg kommt auch außerhalb der Ausstellungsräume zum Leben. Themenführungen wie „Die Burg für den Teufel", „Wo die Ritter wohnen" oder „Auf gruseligen Pfaden" bieten spannende Zugänge für Erwachsene, Familien und Schulklassen.
Dazu kommen regelmäßige Konzerte, Festivals und Sonderformate, die die historischen Innenhöfe und Räume beleben. Auch für Seminare und Hochzeiten ist das Ambiente der Friedensburg etwas Besonderes.
Entstehung und Geschichte

Von der Kriegs- zur Friedensburg
Als Castrum Zloynuk wurde die Burg bereits im Jahr 1271 zum ersten Mal urkundlich erwähnt. Doch erst im 15. Jahrhundert baute der legendäre Ritter Andreas Baumkircher die Festung zur Stammburg seiner Söldnertruppe aus. Der von ihm gegründete Ort Stadtschlaining wurde zu einem erfolgreichen Handelsplatz. Nachdem sich Andreas Baumkircher mit dem Kaiser überworfen hatte und Teile der heutigen Steiermark verwüstete, ließ dieser ihn nach Graz locken um ihn dort 1471 hinzurichten.
Mitte des 16. Jahrhunderts kam die Burg in Besitz der ungarischen Adelsfamilie Batthyány. Nach dem Tod des letzten Eigentümers dieser Linie, kam sie in Besitz der ungarischen Kammer.
Seitdem haben Krieg und Frieden das Schicksal der Burg bestimmt. Doch aus dem einstigen kriegerischen Hauptquartier des Söldnerführers Baumkircher wurde schließlich ein Ort des Friedens. Auf dem Höhepunkt des „Kalten Krieges“ entstand auf Burg Schlaining ein österreichweit einzigartiges Zentrum der Friedensforschung, eine Stätte der Begegnung zwischen Ost und West im Schatten des Eisernen Vorhangs.
Seit dem Jahr 2004 befinden sich in der Burg Schlaining verschiedene Ausstellungen.
Anfahrt
Mit dem Auto:
Wenn du Burg Schlaining mit dem Auto erreichen möchtest, kannst du von Wien aus zunächst die A2 Richtung Graz nutzen, um dann die Ausfahrt Pinggau/Friedberg zu nehmen. Hiernach solltest du weiter Richtung Oberwart (Exit 95) fahren, in dessen Stadtzentrum es dann links nach Stadtschlaining selber geht.
Aus Richtung Graz solltest du ebenfalls zunächst die A2 nehmen, hier aber natürlich Richtung Wien fahren. Nach der Abfahrt Lafnitztal/Oberwart geht es über Exit 111 erneut in Richtung Stadtkern Oberwart und links nach Stadtschlaining.
Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln:
Die Anreise mit dem Bus ist ebenfalls möglich. Von Wien und Graz aus fährt jeweils ein Bus über Oberwart nach Stadtschlaining.

















