Wanderung Malerweg im Elbsandsteingebirge in Harz (Thüringen): Position auf der Karte

Wanderung Malerweg im Elbsandsteingebirge

Malerweg im Elbsandsteingebirge

Höhenprofil

Min: 361 ft
Max: 1798 ft
Aufstieg: 10699 ft
Abstieg: 10879 ft
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Über den Autor
aktualisiert am Jun 11, 2026
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Allgemeines
Schwierigkeit
Mittel
Strecke: 71.7 miles
Gehzeit:1 Tag 21 Std
StartPirna-Liebethal
ZielPirna, Markt
Min: 361 ft
Max: 1798 ft
Aufstieg: 10699 ft
Abstieg: 10879 ft

Beste Jahreszeit

Wegbeschaffenheit

Asphalt
Feldweg
Waldweg
Wanderpfad

Routenbeschreibung

Das Felsentor Kuhstall am Neuen Wildenstein zählt zu den Highlights des Malerweges.
© Frank Richter Das Felsentor Kuhstall am Neuen Wildenstein zählt zu den Highlights des Malerweges.

116 Kilometer durch das Reich der Tafelberge

Der Malerweg führt auf rund 116 Kilometern durch die Nationalparkregion Sächsische Schweiz. In acht Etappen verbindet er die markantesten Felsformen, Schluchten und Tafelberge links und rechts der Elbe – von der Felsenwelt des Nationalparks bis ins Reich der freistehenden Tafelberge. Start und Ziel liegen bei Pirna, dazwischen wechseln sich enge Gründe, weite Hochflächen, kleine Dörfer und bekannte Aussichtspunkte ab.

Etappe 1: Pirna-Liebethal bis Stadt Wehlen

Die erste Etappe beginnt am Eingang des Liebethaler Grundes und folgt zunächst dem Flüsschen Wesenitz. Am Weg liegt das Richard-Wagner-Denkmal aus dem Jahr 1933, in der nahen Lochmühle arbeitete Wagner 1846 an Teilen seines „Lohengrin".

An der Daubemühle quert der Weg die Wesenitz und steigt nach Mühlsdorf an. Über die Alte Lohmstraße geht es weiter bis zum Koordinatenstein 51° N / 14° O und anschließend hinab in den Uttewalder Grund mit seinem bekannten Felsentor.

Felsen begleiten den Weg bis nach Stadt Wehlen. Im Ort sind die Reste einer der ältesten Burgen der Region, ein kleiner Pflanzengarten mit Heimatmuseum und die Kirche zu sehen.

Etappe 2: Stadt Wehlen bis Hohnstein

Vom Marktplatz in Stadt Wehlen führt der Weg elbaufwärts und über den Schwarzbergweg hinauf zum Rastplatz „Steinerner Tisch", den Kurfürst August der Starke einst für einen Jagdausflug anlegen ließ.

Über den Fremdenweg erreichst du die Bastei mit ihrer bekannten Felsenbrücke und steigst danach zum Kurort Rathen ab. Durch den Amselgrund geht es vorbei am Aufgang zur Felsenbühne Rathen, am Amselsee und Amselfall entlang bis Rathewalde und weiter zum Hockstein, von dem aus über das Polenztal bereits Hohnstein zu sehen ist.

Über Stufen durch die enge Wolfsschlucht, ein Stück entlang der Polenz und durch den Schindergraben erreichst du das Etappenziel Hohnstein mit Burg, dem Max-Jacob-Theater und der Tradition des Hohnsteiner Kaspers.

Etappe 3: Hohnstein bis Altendorf

Von Hohnstein geht es zunächst hinab in den Bärengarten, von dem nur noch Mauerreste eines früheren Tiergartens erhalten sind. Über Halbenweg und Räumichtweg führt der Weg zur Brandaussicht, einem bekannten Aussichtspunkt über dem Polenztal.

Vom Brand steigst du über rund 800 Treppenstufen in den Tiefen Grund ab und durch den Dorfgrund wieder hinauf nach Waitzdorf. Über den Waitzdorfer Rundweg, den Mühlweg und den Kohlichtgraben gelangst du nach Kohlmühle, wo ein markanter Klinkerbau an ein ehemaliges Linoleumwerk erinnert.

Durch das Sebnitztal und über den Mühlweg endet die Etappe in Altendorf. Lohnende Abstecher entlang des Abschnitts sind die Gautschgrotte und die Waitzdorfer Aussicht.

Etappe 4: Altendorf bis zur Neumannmühle

Die längste Etappe führt von Altendorf durch die Dorfbachklamm ins Kirnitzschtal und über den Flößersteig zur Ostrauer Mühle. Anschließend steigst du über den Elbleitenweg in die Schrammsteine auf, eine langgestreckte, stark zerklüftete Felsengruppe.

Der Jägersteig führt über Eisenleitern zum Schrammsteingratweg; von dort lohnt der Abstecher zur Schrammsteinaussicht. Über Zurückesteig, Kleinen Dom, Sandloch, Zeughausweg und Unteren Affensteinweg erreichst du den Lichtenhainer Wasserfall an der Endstation der Kirnitzschtalbahn.

Von hier geht es hinauf zur Felsenhöhle Kuhstall am Neuen Wildenstein, dem größten Felsentor der Sächsischen Schweiz. Über die Himmelsleiter und einen weiteren Aussichtspunkt steigst du zur Neumannmühle ab, einem technischen Denkmal im Tal.

Etappe 5: Neumannmühle bis Schmilka

Von der Neumannmühle folgt der Weg dem Kirnitzschtal flussaufwärts bis zur Buschmühle und wendet sich dann Richtung Arnstein. Über den Neuen Weg und einen Abzweig am Kleinstein, mit der Kleinsteinhöhle, dem zweitgrößten Felsentor der Region, geht es weiter bis zur Räumichtmühle.

Über die Mühlschlüchte, hinab zur Kirnitzsch und zum Zeughaus sowie durch die Wolfsschlüchte steigst du über Rosssteig und Katzenstein auf den Großen Winterberg (556 Meter), den zweithöchsten Berg der Sächsischen Schweiz.

Von dort geht es nur noch bergab bis nach Schmilka, das im Elbtal liegt. Weite Ausblicke bieten unter anderem die Goldstein-, die Kipphorn- und die Pohlshorn-Aussicht.

Etappe 6: Schmilka bis Kurort Gohrisch

Mit der Elbfähre wechselst du in Schmilka ans südliche Ufer zum Haltepunkt Schmilka-Hirschmühle. Über den Aschersteig führt der Weg an der Kaiserkrone vorbei nach Schöna und auf dem Caspar-David-Friedrich-Rundweg weiter zum Wolfsberg mit seinem Panoramablick.

In Reinhardtsdorf lohnt der Blick in die im Bauernbarockstil ausgestaltete Kirche, in der sich einige der ältesten künstlerischen Darstellungen der Sächsischen Schweiz befinden.

Über Krippenberg, Püschelweg sowie Elysium- und Koppelsbergweg erreichst du die Liethenmühle. Anschließend werden kurz hintereinander die beiden Tafelberge Papststein und Gohrisch bestiegen, bevor der Muselweg zum Etappenziel Kurort Gohrisch führt. Diese Etappe weist die meisten Höhenmeter auf. Mögliche Abstecher sind Zirkelstein, Kohlbornstein und die Lichterhöhle am Kleinhennersdorfer Stein.

Etappe 7: Kurort Gohrisch bis Weißig

Die vorletzte Etappe führt von Kurort Gohrisch nach Weißig und ist von zwei Tafelbergen geprägt: dem Pfaffenstein mit der bekannten Felsnadel Barbarine und dem Quirl. Beide werden über jeweils einen steileren Aufstieg erreicht. Den tiefsten Punkt der Etappe erreichst du in Königstein an der Elbe.

Über der Stadt liegt die Festung Königstein, eine der größten Bergfestungen Europas, rund 247 Meter über der Elbe.

Entlang der Strecke liegen außerdem Aussichten zum Lilienstein, etwa an der Johann-Alexander-Thiele-Aussicht, sowie das Schloss Thürmsdorf und die Malerwegkapelle.

Etappe 8: Weißig bis Pirna

Die Schlussetappe führt von Weißig auf den langgestreckten Tafelberg Rauenstein. Der Gratweg verläuft über den fast einen Kilometer langen Bergrücken und bietet einen Rundumblick auf Felsen, Tafelberge, das Elbtal sowie umliegende Wälder, Felder und Dörfer.

In Struppen-Naundorf lohnt ein Abstecher zum Robert-Sterl-Haus, einem Kunstmuseum im ehemaligen Wohn- und Atelierhaus des Malers. Weiter geht es an der Oberkante ehemaliger Steinbrüche entlang bis zum Aussichtspunkt Königsnase.

Ab dem Haltepunkt Obervogelgesang folgt der Weg dem Elberadweg und dem Canalettoweg nach Pirna. Endpunkt ist das Canaletto-Haus am Markt in der historischen Altstadt, oberhalb liegt das Schloss Sonnenstein.

Wer einen abgestempelten Malerwegs-Wanderpass mitführt, kann sich in der Touristinformation Pirna eine Urkunde ausstellen lassen.

Für Hunde geeignet
Für Kinder geeignet
Festes Schuhwerk notwendig
Übernachtungsmöglichkeit vorhanden
Einkehr vorhanden

Einkehr

Die atemberaubende Natur ladet zu mehreren Verschnaufspausen ein.
© Philipp Ziegler Die atemberaubende Natur ladet zu mehreren Verschnaufspausen ein.

Entlang der meisten Etappen liegen Gaststätten, Bergwirtschaften und Berggaststätten, etwa das Gasthaus Waldidylle im Uttewalder Grund, die Bergwirtschaft am Steinernen Tisch, die Brand-Baude, die Bergwirtschaft Kuhstall, die Berggaststätte Pfaffenstein oder die Felsgaststätte Rauenstein.

Viele Gastgeber am Weg tragen das Prädikat „Wanderfreundlich am Malerweg" und bieten warme und leichte Speisen, Getränke zum Mitnehmen sowie Lunch-Pakete. Eine Ausnahme ist die fünfte Etappe von der Neumannmühle nach Schmilka: Hier gibt es unterwegs keine Einkehrmöglichkeit, sodass du ausreichend Verpflegung mitnehmen solltest.

Wissenswertes

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  • Auf dieser mittelschweren Wanderung legst du über 71 miles zurück. Die Wanderung ist damit eher lang. Die durchschnittliche Länge der Wanderungen in Thüringen liegt bei etwa 31 miles.
  • Diese Wanderung gilt als besonders familienfreundlich. Außerdem ist die Strecke auch für Hunde geeignet.
  • Bitte achte darauf, dass du festes Schuhwerk für diese Wanderung anziehst. Getränke und Essen bekommst du bei einer Einkehrmöglichkeit entlang der Wanderung.

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Highlights der Tour

3.600 Höhenmeter - Der Wanderweg führt über viele Stufen und Leitern durch die Felsenwelt des Elbsandsteingebirges.
© Stratmann 3.600 Höhenmeter - Der Wanderweg führt über viele Stufen und Leitern durch die Felsenwelt des Elbsandsteingebirges.

Zu den bekanntesten Punkten am Weg zählen die Bastei mit ihrer Felsenbrücke, die zerklüfteten Schrammsteine, das Felsentor Kuhstall am Neuen Wildenstein und die Festung Königstein hoch über der Elbe.

Dazu kommen die Tafelberge Papststein, Gohrisch, Pfaffenstein mit der Felsnadel Barbarine und der Rauenstein mit seinem Gratweg. Aussichten wie die Brandaussicht über dem Polenztal sowie kulturelle Stationen wie das Richard-Wagner-Denkmal im Liebethaler Grund und das Robert-Sterl-Haus in Naundorf ergänzen die landschaftlichen Höhepunkte.

Varianten

Der Marktplatz Pirna ist das Ziel der Wanderung.
© Sebastian Thiel Der Marktplatz Pirna ist das Ziel der Wanderung.

Der Malerweg lässt sich an jeder Stelle beginnen und in beide Richtungen gehen; GPX- und PDF-Dateien stehen auch für die umgekehrte Streckenführung bereit. Wer das Quartier nicht wechseln möchte, kann ihn dank S-Bahn, Bussen und Elbfähren von einer zentralen Unterkunft aus in Teilabschnitten oder als einzelne Tagestouren erwandern.

Daneben gibt es Pauschalangebote „Wandern ohne Gepäck" mit Gepäcktransport von Unterkunft zu Unterkunft. Auf einzelnen Abschnitten bestehen zudem Wegealternativen, in den Schrammsteinen etwa der Aufstieg über den Jägersteig oder den kürzeren, aber anspruchsvolleren Wildschützensteig.

Benötigte Ausrüstung

Besondere Hilfsmittel sind nicht erforderlich, festes und trittsicheres Schuhwerk ist jedoch empfehlenswert, da der Weg teils über schmale Pfade, Treppen und Eisenleitern führt und nicht alle Aussichten mit Geländern gesichert sind. Dazu gehören wetterangepasste Kleidung sowie ausreichend Proviant und Wasser, besonders auf der fünften Etappe ohne Einkehr. 

Anfahrt zum Startpunkt

Im Nationalpark dürfen in der Kernzone nur gekennzeichnete Wege begangen werden.
© Rico Richter Im Nationalpark dürfen in der Kernzone nur gekennzeichnete Wege begangen werden.

Die Sächsische Schweiz ist über die Autobahn A17, die Bundesstraße B172 und die Bahn mit Dresden verbunden. Von dort verkehren S-Bahnen und Busse in die Region. Ausgangs- und Endpunkt ist Pirna, erreichbar per Zug (Bahnhof Pirna) oder Bus (Zentraler Omnibusbahnhof Pirna). Von Pirna gelangst du zum empfohlenen Startpunkt im Liebethaler Grund. Wer sein Quartier etappenweise wechselt, kann auf ausgewiesene Langzeitparkplätze zurückgreifen.

Im Nationalpark dürfen in der Kernzone nur gekennzeichnete Wege begangen werden. Einzelne Abschnitte können kurzfristig gesperrt oder umgeleitet sein, etwa durch umgestürzte Bäume oder abgebrochene Äste. Es empfiehlt sich, den aktuellen Wegezustand vor der Tour zu prüfen und Hinweise vor Ort zu beachten. Nicht alle Aussichten sind mit Geländern gesichert.

Kontakt

Tourismusverband Sächsische Schweiz e.V.
Bahnhofstr. 21
01796
Pirna
Anfrage senden
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+49 (0)3501 470147

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