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Routenbeschreibung
Sanfter Beginn durch das Reschbachtal
Wir starten unsere Tour auf den Lusen, einen der höchsten Berge des Bayerischen Waldes am Reschbach. Der erste Kilometer führt uns immer entlang des rauschenden Baches, flach ansteigend durch dichten Wald. Zunächst dominieren Fichtenwälder, später gesellen sich immer mehr Laubbäume hinzu. Der Nationalpark rund um den Lusen gehört zu den schönsten bayerischen Geotopen und bietet seinen Besuchern eine sehr artenreiche Pflanzenwelt. So finden sich auf Lichtungen nicht nur meterhohe Weidenröschen, sondern auch seltene Pflanzen wie der sog. Augentrost.
Der Lusensteig wird langsam steiler
Insgesamt müssen wir fast 550 Höhenmeter bis zum Lusengipfel überwinden. Nach ca. 3km wird der Pfad, der weiter entlang des plätschernden Reschbachs entlang führt, immer steiler. Der Wald wird immer lichter. Im oberen Bereich beeindruckt das sog. Totholz. Abgestorbene Bäume, die durch Wind, Schnee und Borkenkäfer über die Jahre so sehr geschädigt wurden, geben den Blick frei auf die umliegenden Gipfel. Im Süden kannst Du mit dem Dreisesselmassiv, den südlichsten Bergrücken des Bayerischen Waldes erblicken. In Richtung Osten eröffnet sich der Blick auf die tschechische Seite des deutsch-tschechischen Grenzgebirges, den Sumava Nationalpark. Ganz in der Nähe siehst Du die Granitblöcke am 1263m hohen Siebensteinfelsen (siehe Bildergalerie) Für uns geht die Wanderung wildromantisch weiter. Manchmal wird der Weg ein klein wenig flacher, nur um dann wieder umso stärker anzusteigen.
Granitmeer am Lusengipfel
Bevor wir den baumfreien Gipfelbereich mit seinen großen Granitblöcken erreichen, führt der Weg nochmal steiler entlang von wilden Farnen und Totholzwurzeln. Das sog. Granitmeer ist einzigartig im Bayerischen Wald und macht den Lusengipfel zu einem der markentesten Berge im Bayerischen Wald. Laut einer alten Sage, wurden die großen Granitblöcke am Lusen durch den Teufel aufgetürmt, um einen Goldschatz zu verdecken. Im Lusenschutzhaus, das sich nur wenige Meter unterhalb des Gipfels befindet, findet sich in der Gaststube auch ein kleines Bild, das an diese Sage erinnert.
Für uns ist das Lusenschutzhaus die erste Einkehrmöglichkeit auf der Wanderung. Besonders eindrucksvoll ist hier der Blick Richtung Südwesten. Bei gutem Wetter reicht die Aussicht weit über das Donaubecken hinaus und bei Fön lassen sich auch die Berge der Berchtesgadener Alpen erblicken.
Abstieg zum Tummelplatz
Weiter geht es vom Lusengipfel auf dem sog. Winterwanderweg (diese Weg ist auch im Winter begehbar). Nach wenigen Metern folgen wir der Beschilderung nach links vom Weg abbiegend Richtung Tummelplatz. Nach ca. 1 Stunde Abstieg erreichst Du den Tummelplatz, eine Art Hochweide mitten in den Wäldern des Nationalparks. Hier befindet sich eine Diensthütte der Nationalparkverwaltung und auf einer kleinen Holzbank schmeckt die mitgebrachte Brotzeit besonders gut. Nun leitet die "Arnika" Markierung weg vom Goldsteig, auf dem wir vom Gipfel abgestiegen sind und wir erreichen unseren Ausgangspunkt, das Reschbachtal.
Einkehr
Das Lusenschutzhaus ist Sommer wie Winter an Wochenenden und während der Ferienzeit geöffnet. Am besten erkundigst Du Dich unter www.lusenschutzhaus.de bevor Du die Wanderung antrittst. Ansonsten sollte man genügend Brotzeit mitbringen.
Wissenswertes
- Auf dieser mittelschweren Wanderung legst du über 13 km zurück. Im Durchschnitt liegt die Länge der Wanderungen in Bayern bei ungefähr 43 km.
- Auf der Wanderung überwindest du 593 steigende Höhenmeter. Maximal erreichst du bei der Wanderung eine Seehöhe von 1,361 m.
- Diese Wanderung gilt als besonders familienfreundlich.
- Festes Schuhwerk wird für diese Wanderung empfohlen. Einkehrmöglichkeiten gibt es entlang dieser Strecke auch.
Videos
Highlights der Tour
- Der "Tote Wald" im oberen Bereich der Wanderung bietet traumhafte Blicke auf den Bayerischen Wald und den Böhmerwald
- Das Granitmeer am Gipfel macht den Lusen einzigartig
- Bei Fön bietet sich am Lusenschutzhaus ein Ausblick bis zu den Alpen
Varianten
Am Tummelplatz kann die Wanderung noch zum Aussichtspunkt am 1196m hohen Hohlstein verlängert werden
Anfahrt zum Startpunkt
Finsterau, der Einstiegspunkt unserer Wanderung liegt knapp 20 Kilometer nördlich der Kreisstadt Freyung im Nationalpark Bayerischer Wald. Von Freyung fährt man auf der B533 kurz in Richtung Grafenau, folgt aber schon nach nur einem Kilometer der Abzweigung Richtung Mauth. Von Mauth geht es immer weiter auf der Hauptstraße bis nach Finsterau. Hier folgt man der Beschilderung nach links Richtung Freilichtmuseum Finsterau. Um zum oberen Reschbachtal zu gelangen fährts Du einfach am Freilichtmuseum vorbei bis zum Parkplatz Oberes Reschbachtal.